Die Antriebstechnologien im Nutzfahrzeugbereich verändern sich. Batterieelektrische Fahrzeuge, Hochvoltsysteme und Wasserstofftechnologien sind zunehmend Teil des Marktes und stellen Werkstätten vor neue technische und organisatorische Anforderungen. Neben geeigneter Werkstattausrüstung und sicheren Arbeitsprozessen wird vor allem eines entscheidend: qualifiziertes Personal, das die neuen Systeme nicht nur theoretisch kennt, sondern in der Praxis sicher damit umgehen kann.

Genau hier setzt die Zusammenarbeit zwischen Alltrucks und BHFM-Technologies an. In einem veröffentlichten Beitrag stellt Alltrucks die Kooperation vor und zeigt, wie gemeinsam praxisorientiertes Wissen zu Hochvolt und Wasserstoff in die Nutzfahrzeugwerkstatt gebracht werden soll.

Dabei treffen zwei Bereiche aufeinander, die gut zusammenpassen: ein europaweit aufgestelltes Mehrmarken Werkstattnetzwerk für Nutzfahrzeuge und die praktische Kompetenz von BHFM-Technologies in den Bereichen Hochvolt, Batterie, Wasserstoff, technische Dienstleistungen und Qualifizierung.

Was ist Alltrucks?

Alltrucks ist ein europaweit tätiges unabhängiges Mehrmarken Werkstattnetzwerk für Nutzfahrzeuge. Das Netzwerk unterstützt Werkstätten und Flottenbetreiber bei der Wartung und Reparatur unterschiedlicher Nutzfahrzeugmarken und verbindet technische Unterstützung, Werkstatt Know how und ein großes Partnernetzwerk.

Hinter Alltrucks stehen mit Bosch und Knorr-Bremse zwei etablierte Unternehmen aus der Nutzfahrzeug und Automotive Branche. Heute gehören rund 650 unabhängige Partnerwerkstätten in 18 europäischen Ländern zum Alltrucks Netzwerk.

Der Mehrmarken Ansatz gewinnt gerade vor dem Hintergrund neuer Antriebstechnologien zusätzlich an Bedeutung. Werkstätten werden zukünftig nicht nur unterschiedliche Fahrzeugmarken betreuen müssen, sondern zunehmend auch verschiedene Antriebskonzepte und technische Systeme.

Neben konventionellen Antrieben gehören dazu batterieelektrische Fahrzeuge, Hochvoltbatterien, elektrische Antriebskomponenten und perspektivisch auch immer mehr Wasserstoffsysteme. Damit entwickelt sich die klassische Mehrmarken Werkstatt zunehmend zu einem Betrieb, der auch unterschiedliche Antriebstechnologien sicher beherrschen muss.

Warum Alltrucks und BHFM-Technologies zusammenpassen

Die Zusammenarbeit verbindet die Werkstattkompetenz und Reichweite von Alltrucks mit dem spezialisierten technischen Know how von BHFM-Technologies.

BHFM-Technologies beschäftigt sich täglich mit Hochvoltsystemen, Hochvoltbatterien, Batterieinstandsetzung, Wasserstofftechnologien und alternativen Antrieben. Neben technischen Dienstleistungen gehören auch die Qualifizierung von Fachkräften und die praktische Unterstützung von Unternehmen beim Umgang mit neuen Technologien zu unserem Leistungsbereich.

Genau diese Verbindung aus Schulung und eigener technischer Praxis ist für uns besonders wichtig. Inhalte werden nicht ausschließlich aus theoretischen Unterlagen vermittelt. Erfahrungen aus Diagnose, Instandsetzung, Service und technischen Einsätzen fließen direkt in die Qualifizierung ein.

Dadurch können Fragestellungen behandelt werden, die tatsächlich im Werkstatt und Servicealltag entstehen.

Wie ist ein Hochvoltbatteriesystem aufgebaut? Welche Besonderheiten müssen bei Arbeiten am Fahrzeug berücksichtigt werden? Welche Sicherheitsanforderungen entstehen beim Umgang mit Hochvolt oder Wasserstoff? Und welche technischen Kenntnisse benötigen Fachkräfte, wenn alternative Antriebssysteme nicht mehr nur vereinzelt, sondern regelmäßig in die Werkstatt kommen?

Praxisorientierte Trainings direkt am Nutzfahrzeug

Ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit sind praxisorientierte Schulungen für Hochvolt und Wasserstoffsysteme.

Dabei steht bewusst nicht ausschließlich die theoretische Wissensvermittlung im Vordergrund. Teilnehmer sollen direkt an realen Fahrzeugen und Originalkomponenten lernen. Dazu gehören unter anderem Hochvoltbatterien aus Nutzfahrzeugen und Omnibussen sowie entsprechende Komponenten moderner Antriebssysteme.

Dieser Ansatz ermöglicht es, technische Zusammenhänge dort zu erklären, wo sie später tatsächlich relevant werden: am Fahrzeug und in der Werkstatt.

Ein Batteriesystem auf einer Präsentationsfolie zu betrachten ist etwas anderes, als direkt vor einer realen Hochvoltbatterie zu stehen, ihren Aufbau zu sehen und die einzelnen Komponenten einordnen zu können. Gleiches gilt für Wasserstoffsysteme, bei denen neben technischem Verständnis insbesondere der sichere Umgang und klar definierte Arbeitsprozesse entscheidend sind.

Unser Ziel ist deshalb nicht, möglichst viel Theorie in eine Schulung zu packen. Entscheidend ist, dass Fachkräfte nach der Qualifizierung verstehen, mit welchen Systemen sie arbeiten, welche Gefährdungen berücksichtigt werden müssen und wie die erlernten Inhalte im tatsächlichen Werkstattalltag angewendet werden können.

Hochvolt Kompetenz wird zum festen Bestandteil des Werkstattalltags

Batterieelektrische Nutzfahrzeuge bringen neue Anforderungen mit sich. Wo früher mechanische und klassische elektrische Systeme im Mittelpunkt standen, kommen heute Hochvolt Komponenten, Leistungselektronik und komplexe Batteriesysteme hinzu.

Damit verändert sich auch die Fehlersuche. Eine Warnmeldung oder ein technisches Problem lässt sich nicht zwangsläufig mit den bisherigen Diagnose und Reparaturprozessen lösen. Werkstattpersonal benötigt ein Verständnis dafür, wie Hochvoltsysteme aufgebaut sind, wie einzelne Komponenten zusammenarbeiten und welche Sicherheitsmaßnahmen vor und während der Arbeiten erforderlich sind.

Gleichzeitig wird die Frage nach der Instandsetzung von Hochvoltbatterien zunehmend relevant. Ein Defekt innerhalb einer Batterie bedeutet nicht automatisch, dass das komplette Batteriesystem ersetzt werden muss. Voraussetzung für alternative Reparaturmöglichkeiten sind jedoch eine professionelle Diagnose, entsprechendes Fachwissen und sichere technische Prozesse.

Diese praktische Batteriekompetenz gehört zu den Bereichen, die BHFM-Technologies in die Zusammenarbeit einbringt.

Wasserstoff stellt Werkstätten vor zusätzliche Anforderungen

Parallel zur batterieelektrischen Mobilität entwickelt sich Wasserstoff insbesondere für bestimmte Anwendungen im Nutzfahrzeugbereich weiter.

Für Werkstätten entstehen damit weitere technische Anforderungen. Wasserstoffführende Systeme unterscheiden sich deutlich von klassischen Fahrzeugtechnologien und benötigen spezielle Kenntnisse hinsichtlich Aufbau, Gefährdungen, Sicherheit und Arbeitsabläufen.

Unternehmen, die entsprechende Fahrzeuge zukünftig warten oder betreiben möchten, müssen deshalb frühzeitig überlegen, welche Mitarbeiter welche Qualifikationen benötigen und wie geeignete Prozesse im Betrieb aufgebaut werden können.

Auch hier ist für BHFM-Technologies der Praxisbezug entscheidend. Die Qualifizierung soll Mitarbeitende nicht nur für eine Technologie sensibilisieren, sondern sie entsprechend ihrer späteren Tätigkeit darauf vorbereiten, sicher und fachgerecht mit den jeweiligen Systemen umzugehen.

Qualifizierung ist nur ein Teil der Lösung

Mit einer Schulung allein sind die Herausforderungen neuer Antriebstechnologien jedoch nicht abgeschlossen. Sobald Fahrzeuge und Systeme im täglichen Betrieb angekommen sind, entstehen weitere Anforderungen an Diagnose, Service und technische Unterstützung.

BHFM-Technologies begleitet Unternehmen deshalb auch über die Qualifizierung hinaus. Dazu gehören unter anderem die Diagnose und Instandsetzung von Hochvoltbatterien, technische Dienstleistungen rund um Wasserstoffsysteme sowie die mobile Feldunterstützung.

Unsere Techniker unterstützen Kunden beispielsweise bei Erstinbetriebnahmen, technischen Auffälligkeiten, Diagnose und Fehlersuche direkt vor Ort. Gerade bei neuen Technologien kann dies entscheidend sein, wenn im eigenen Betrieb noch nicht für jede Problemstellung ausreichend Erfahrung oder Kapazität vorhanden ist.

Damit entsteht ein durchgängiger Ansatz: Unternehmen können ihre Mitarbeitenden zunächst qualifizieren und gleichzeitig auf technische Unterstützung zurückgreifen, wenn die Systeme im realen Betrieb eingesetzt werden.

Gemeinsamer Blick auf die Werkstatt der Zukunft

Die Zusammenarbeit zwischen Alltrucks und BHFM-Technologies passt deshalb besonders gut zu der Entwicklung, die derzeit im Nutzfahrzeugmarkt zu beobachten ist.

Werkstätten werden auch zukünftig Fahrzeuge warten und reparieren müssen. Die dafür notwendigen Kompetenzen verändern sich jedoch. Mechanik, klassische Elektrik, Hochvolt, Batterie und neue Gassysteme werden zunehmend parallel im Werkstattalltag vorkommen.

Für unabhängige Mehrmarken Werkstätten bedeutet das eine besondere Herausforderung. Sie müssen nicht nur verschiedene Hersteller und Fahrzeugmodelle beherrschen, sondern gleichzeitig mit der technologischen Entwicklung Schritt halten.

Alltrucks schafft dafür ein europaweites Netzwerk und unterstützt seine Partnerbetriebe bei technischen und betrieblichen Herausforderungen. BHFM-Technologies ergänzt diese Struktur um spezialisiertes Wissen und praktische Erfahrung rund um Hochvolt, Batterie und Wasserstoff.

Das gemeinsame Ziel besteht darin, neue Technologien nicht nur zu erklären, sondern Werkstätten dabei zu unterstützen, sie sicher und professionell in ihren tatsächlichen Arbeitsalltag zu integrieren.

Trainingsangebote sollen weiter ausgebaut werden

Die Zusammenarbeit ist dabei nicht auf den Standort Willich beschränkt. Neben den bestehenden Trainingsmöglichkeiten sollen weitere Schulungszentren in Bremen und München entstehen. Zusätzlich ist ein mobiles Schulungsteam vorgesehen, um Unternehmen und Werkstätten auch überregional und im europäischen Markt zu unterstützen.

Damit lässt sich praxisorientierte Qualifizierung dort anbieten, wo sie benötigt wird. Gerade für ein europaweit aufgestelltes Werkstattnetz ist dies eine wichtige Voraussetzung, um Fachwissen nicht nur an einzelnen zentralen Standorten verfügbar zu machen.

Für BHFM-Technologies ist dieser Ansatz gleichzeitig eine Möglichkeit, die Erfahrungen aus dem technischen Alltag einem größeren Kreis von Fachkräften zugänglich zu machen.

Weitere Fachbeiträge bei Alltrucks werden folgen

Die Veröffentlichung über die Zusammenarbeit ist gleichzeitig der Auftakt für weitere gemeinsame Inhalte.

Künftig werden weitere Fachbeiträge von und mit BHFM-Technologies bei Alltrucks veröffentlicht. Dabei sollen unterschiedliche Fragestellungen rund um Hochvolt, Batterie, Werkstattpraxis und alternative Antriebstechnologien aufgegriffen werden.

Für uns bietet dieses Format die Möglichkeit, praktische Erfahrungen aus Diagnose, Instandsetzung und Qualifizierung mit einem breiteren Fachpublikum zu teilen.

Dabei möchten wir nicht ausschließlich neue Technologien vorstellen, sondern vor allem die Fragen behandeln, die für Werkstätten tatsächlich relevant werden: Welche Qualifikation wird benötigt? Wie verändern sich Arbeitsprozesse? Welche technischen Herausforderungen entstehen bei Hochvoltbatterien? Welche Rolle kann die Batterieinstandsetzung spielen? Und wie können sich Werkstätten heute auf Fahrzeuge vorbereiten, die in den kommenden Jahren immer häufiger in ihren Betrieben stehen werden?

So entsteht Schritt für Schritt eine Fachbeitragsserie, die technische Entwicklungen mit konkreter Werkstattpraxis verbindet.

Gemeinsam Wissen in die Werkstatt bringen

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Alltrucks und darüber, unsere Erfahrungen aus Hochvolt, Batterie und Wasserstoff in dieses starke Werkstattnetzwerk einbringen zu können.

Der technologische Wandel im Nutzfahrzeugbereich betrifft nicht nur Fahrzeughersteller. Er verändert ebenso die Arbeit von Werkstätten, Servicetechnikern und Flottenbetreibern.

Damit neue Antriebstechnologien langfristig erfolgreich eingesetzt werden können, müssen deshalb auch Qualifizierung, Werkstattprozesse, Diagnose und technischer Service mitwachsen.

Genau dort setzen Alltrucks und BHFM-Technologies gemeinsam an: mit praxisnaher Qualifizierung, technischem Know how und dem Ziel, Werkstätten auf die Anforderungen moderner Nutzfahrzeuge vorzubereiten.

Den vollständigen Beitrag von Alltrucks über die Zusammenarbeit mit BHFM-Technologies finden Sie hier: