Neue Wasserstofffahrzeuge und Brennstoffzellensysteme zu entwickeln ist ein wichtiger Schritt. Doch spätestens mit der Inbetriebnahme beginnt eine zweite, ebenso entscheidende Aufgabe:

Wie lassen sich diese Systeme über viele Jahre sicher, zuverlässig und wirtschaftlich betreiben?

Genau diese Perspektive brachte BHFM-Technologies beim 4. HeavyDuty Congress 2026 in Duisburg ein.

Unser Geschäftsführer Daniel Herzig stellte dort die praktische Arbeit von BHFM-Technologies im Bereich Wasserstoff vor und zeigte, welche technischen Strukturen notwendig sind, wenn Wasserstofftechnologie vom Entwicklungsprojekt in den täglichen Betrieb übergeht.

Im Mittelpunkt standen dabei unsere Leistungen rund um Qualifizierung, Wartung, technischen Service und mobile Unterstützung direkt beim Kunden.

Wasserstoffmobilität zwischen Entwicklung und realem Betrieb

Der HeavyDuty Congress fand am 15. Oktober 2026 in Duisburg statt und widmete sich der wasserstoffbasierten Mobilität im Heavy und Medium Duty Bereich.

Organisiert wurde die Fachtagung vom Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT gemeinsam mit dem nationalen Transformations Hub cH2ance. Fachleute aus Fahrzeugindustrie, Zulieferindustrie, Forschung und Infrastruktur diskutierten aktuelle technologische Entwicklungen, Marktpotenziale und die Voraussetzungen für den weiteren Hochlauf von Wasserstoffanwendungen.

Ein zentrales Thema zog sich dabei durch viele Beiträge:

Technische Lösungen sind zunehmend vorhanden. Entscheidend wird nun, die notwendigen Strukturen für einen zuverlässigen und wirtschaftlichen Betrieb mitzuentwickeln.

Denn ein Wasserstofffahrzeug endet technisch nicht mit seiner Auslieferung.

Wartung, Diagnose, Instandhaltung, verfügbare Fachkräfte und ein funktionierender After Sales Service werden mit steigenden Fahrzeugzahlen immer wichtiger.

Daniels Vortrag: Wasserstoffsysteme im Betrieb halten

In seinem Vortrag gab Daniel Herzig einen Einblick in die praktische Arbeit von BHFM-Technologies und zeigte, wie wir Hersteller, Betreiber, Verkehrsunternehmen und Werkstätten beim Umgang mit Wasserstoffsystemen unterstützen.

Das Zentrum für BrennstoffzellenTechnik griff diesen Ansatz auch in seiner Berichterstattung zum Kongress auf. Dort wurde insbesondere hervorgehoben, dass BHFM Konzepte für die Instandhaltung von Brennstoffzellen Nutzfahrzeugen entwickelt und umgesetzt hat und Daniel die mobilen Komplettsysteme für Wartung und Reparatur vorstellte.

Drei Bereiche spielen dabei für uns eine besonders wichtige Rolle.

Qualifizierung für den sicheren Umgang mit Wasserstoffsystemen

Neue Technologien benötigen entsprechend qualifizierte Menschen.

Deshalb gehört die Qualifizierung von Mitarbeitenden zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Wasserstoff Angebots.

Unsere Trainings vermitteln nicht nur theoretische Grundlagen, sondern orientieren sich an den tatsächlichen Anforderungen, die im Umgang mit Wasserstoffsystemen entstehen.

Je nach Tätigkeit reicht das vom grundlegenden Verständnis der Technologie und ihrer Gefährdungen bis hin zum fachgerechten Arbeiten an wasserstoffführenden Systemen.

Gerade für Unternehmen, die Wasserstofffahrzeuge oder entsprechende Anlagen neu in ihren Betrieb aufnehmen, ist dieser Aufbau von Kompetenz entscheidend.

Denn die Technik kann nur dann zuverlässig eingesetzt werden, wenn auch die Menschen, die mit ihr arbeiten, entsprechend vorbereitet sind.

MEGC Service für Wasserstoff Trailer

Ein weiterer Schwerpunkt ist unser technischer Service rund um MEGC Wasserstoff Trailer.

Diese mobilen Speichersysteme sind ein wichtiger Bestandteil der Wasserstofflogistik und stellen besondere Anforderungen an Wartung, Prüfung und Dokumentation.

BHFM-Technologies unterstützt unter anderem bei technischen Wartungsarbeiten, Sichtungen und Prüfungen sowie bei der Begleitung notwendiger Prüftermine.

Dazu gehört auch die strukturierte Dokumentation der durchgeführten Arbeiten.

Gerade bei sicherheitsrelevanten Systemen ist ein verlässlicher technischer Service entscheidend, damit Betrieb und Verfügbarkeit langfristig gewährleistet werden können.

Mobile Feldunterstützung direkt beim Kunden

Nicht jedes technische Problem lässt sich in einer zentralen Werkstatt lösen.

Deshalb bringen wir die notwendige technische Kompetenz bei Bedarf direkt zum Fahrzeug oder zur Anlage.

Unsere mobile Feldunterstützung begleitet Kunden beispielsweise bei Erstinbetriebnahmen, Diagnose, Fehlersuche und Instandsetzung von Wasserstoffsystemen.

Für Betreiber und Hersteller kann dieser Ansatz besonders wertvoll sein.

Wenn sich ein Fahrzeug oder System bereits im Feld befindet, müssen Probleme dort analysiert und gelöst werden, wo sie auftreten.

Genau dafür sind unsere mobilen Techniker und Mechaniker ausgerüstet.

Statt ein komplexes Wasserstoffsystem zunächst zu einem spezialisierten Standort transportieren zu müssen, kann technische Unterstützung direkt vor Ort bereitgestellt werden.

Diese Verbindung aus Know how, Werkzeugen und mobiler Infrastruktur war auch ein zentraler Bestandteil des Beitrags von BHFM auf dem HeavyDuty Congress.

Der Markthochlauf braucht mehr als Fahrzeuge und Infrastruktur

Der Kongress zeigte deutlich, wie viele Bereiche gleichzeitig entwickelt werden müssen, damit sich Wasserstofftechnologien insbesondere im Nutzfahrzeugbereich langfristig etablieren können.

Fahrzeuge müssen verfügbar sein.

Eine ausreichende Wasserstoffversorgung und Tankstelleninfrastruktur muss entstehen.

Die eingesetzten Technologien müssen effizienter und wirtschaftlicher werden.

Gleichzeitig dürfen aber Wartungsfreundlichkeit, Zuverlässigkeit, Service und Qualifizierung nicht erst später betrachtet werden.

Der Transformations Hub cH2ance fasste einen wichtigen Eindruck aus der Veranstaltung entsprechend zusammen: Für einen erfolgreichen Markthochlauf müssten die verschiedenen Akteure entlang der Wasserstoff Wertschöpfungskette gemeinsam handeln. Neben Technologie und Infrastruktur seien auch After Sales Service und die Qualifizierung von Fachkräften entscheidende Voraussetzungen.

Genau hier sehen wir auch die Aufgabe von BHFM-Technologies.

Wasserstofftechnologie muss langfristig funktionieren

Unser Fokus liegt nicht darauf, neue Wasserstofffahrzeuge zu entwickeln.

Wir beschäftigen uns mit der Frage, was anschließend passiert.

Wie werden Mitarbeitende auf die neue Technologie vorbereitet?

Wie lassen sich wasserstoffführende Systeme warten?

Was passiert bei einer technischen Störung?

Wer unterstützt Betreiber bei Diagnose und Instandsetzung?

Und wie kann technische Kompetenz verfügbar gemacht werden, wenn sich ein Fahrzeug bereits im täglichen Einsatz befindet?

Für den erfolgreichen Einsatz neuer Antriebstechnologien sind diese Fragen mindestens genauso wichtig wie die Entwicklung des eigentlichen Fahrzeugs.

Denn erst wenn eine Technologie auch nach der Inbetriebnahme zuverlässig unterstützt werden kann, wird aus Innovation ein dauerhaft nutzbares System.

Fachlicher Austausch auf dem Podium

Im Anschluss an seinen Vortrag beteiligte sich Daniel Herzig außerdem an einer Podiumsdiskussion.

Gemeinsam mit Jurn Terpstra von cellcentric, Keno Leites von Zeppelin Power Systems und Dr. Ing. Ulrich Misz vom Zentrum für BrennstoffzellenTechnik wurden unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Wasserstoffmobilität diskutiert.

Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Jessika Westen.

Neben technischen Fragestellungen ging es dabei auch um die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Hochlauf der Wasserstofftechnologie und darum, welche Strukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette noch entstehen müssen.

Der Austausch zeigte einmal mehr:

Eine funktionierende Wasserstoffwirtschaft entsteht nicht durch eine einzelne Technologie oder ein einzelnes Unternehmen. Fahrzeughersteller, Komponentenhersteller, Infrastrukturbetreiber, Forschung, Serviceunternehmen und Anwender müssen gemeinsam Lösungen entwickeln, die auch im realen Betrieb funktionieren.

Unser Fazit zum HeavyDuty Congress 2026

Für BHFM-Technologies war der HeavyDuty Congress eine wertvolle Gelegenheit, unsere Erfahrungen aus dem technischen Alltag einzubringen und gleichzeitig unterschiedliche Perspektiven aus Industrie und Forschung kennenzulernen.

Besonders wichtig ist für uns dabei die Entwicklung weg von der reinen Frage, ob Wasserstofftechnologien funktionieren können, hin zur Frage, wie sie dauerhaft zuverlässig betrieben werden können.

Genau dort liegen viele der Aufgaben, mit denen wir uns täglich beschäftigen.

Mit unseren Trainings, dem MEGC Service und der mobilen technischen Unterstützung begleiten wir Unternehmen bereits heute dabei, Wasserstoffsysteme sicher in die praktische Anwendung zu bringen und langfristig zu betreiben.

Wir bedanken uns herzlich beim Zentrum für BrennstoffzellenTechnik ZBT und beim Transformations Hub cH2ance für die Einladung und Organisation des 4. HeavyDuty Congress.

Ebenso bedanken wir uns bei allen Referenten, Teilnehmern und Gesprächspartnern für die interessanten Diskussionen, neuen Impulse und den fachlichen Austausch.

Denn die nächste Phase der Wasserstoffmobilität beginnt nicht nur bei neuen Fahrzeugen. Sie beginnt auch bei Service, Qualifizierung und zuverlässiger technischer Unterstützung im täglichen Betrieb.